Jahresbericht aus der AEJ-NRW

(Berichtszeitraum September 2025-September 2026)

Der Jugendpolitische Ausschuss (JPA) der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Nordrhein-Westfalen (AEJ-NRW)

ist das gemeinsame jugendverbandliche Vertretungsorgan der Evangelischen Jugend in NRW. In ihm arbeiten die gewählten Vertreter*innen der Ev. Jugend im Rheinland (8 Personen), der Ev. Jugend von Westfalen (8 Personen), der Jugendkammer der Lippischen Landeskirche (1 Person) sowie der AG der Jugendwerke der Ev. Freikirchen (2 Personen), der CVJM Westbund e.V. (1 Person) und die Geschäftsführung der AEJ-NRW in einer übergreifenden landesweiten Arbeitsgemeinschaft zusammen. Ergänzt wird der JPA durch folgende beratende Mitglieder: die Referent*innen der AEJ-NRW für Jugendpolitik, jugendpolitische Bildung und das Projekt Du.Ich.Wir – Internationele Biografien im Jugendverband sowie dem* der Vorsitzenden der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft Offene Türen (ELAGOT NRW).
In der aktuellen Legislatur nehmen die Mandate der Evangelischen Jugend im Rheinland Axel Büker, Daniel Drewes, Nils Finke, Paul Gebser, Roland Mecklenburg, Fiona Paulus, David Ruddat und Tuulia Telle-Steuber wahr. Stellvertretendes Mitglied ist Michaela Leyendecker.
Aufgabe des JPA ist primär die Koordination der jugendpolitischen Belange der Mitglieder der AEJ-NRW und die Vertretung gemeinsamer Interessen gegenüber staatlichen und kirchlichen Stellen, der Öffentlichkeit sowie im Landesjugendring NRW.
Kontinuierlich befasst sich der JPA mit folgenden Themen:

  • Innerkirchliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit
  • Berichte der Mitglieder über wichtige Veränderungen und Entwicklungen
  • Beschlussfassungen zu Fragen bzgl. Bewirtschaftung der Mittel, die der AEJ-NRW aus dem Kinder- und Jugendförderplan NRW zur Verfügung stehen
  • Kinder- und jugendpolitische Entwicklungen in NRW
  • KJVG, OGS, Rassismuskritik, Struktur der AEJ …
  • Befassung mit und Positionierung zu den Informationen aus den Gremien des Landesjugendrings (LJR-NRW)
  • Begleitung des Projektes „Du.Ich.Wir-Internationale Biografien“ und des flankierenden Projektes „Vielfalt schützt“
  • Projektstelle „Netzwerkstelle Jugendpolitische Bildung“
  • Handlungsfeld „Sexuelle Bildung“

Im Berichtszeitraum befasste sich der Ausschuss darüber hinaus mit der Jugendbildungsstättenarbeit in den 4 geförderten evangelischen Jugendbildungsstätten. Der JPA tagt in der Regel sechsmal jährlich. Im Berichtszeitraum fanden die Ausschusssitzungen statt am 29.10.2025, 15.12.2025, 05.02.2026, 17.04.2026, 17.06.2026, 12.09.2026. Vorsitzende des JPA ist seit 2025 Fiona Paulus (EJiR), stellvertretende Vorsitzende sind Jendrik Peters (CVJM Westbund) und Aike Schäfer (Evangelische Jugend von Westfalen). Die beiden Landesjugendpfarrpersonen Tuulia Telle-Steuber (Rheinland) und Christian Uhlstein (Westfalen) sind Beisitzer*innen. Diese 5 Personen bilden den Vorstand der AEJ-NRW, ständiges beratendes Mitglied des Vorstandes ist die Geschäftsführung der AEJ-NRW, Nicole Manns-Rodenbach. Zwischen den Sitzungen werden die Aufgaben des JPA vom Vorstand der AEJ- NRW wahrgenommen. Darüber hinaus waren Arbeitsschwerpunkte des Vorstandes im Berichtszeitraum:

  • Rollen, Aufgaben, Kommunikation im neuen Vorstand
  • Verständigung zu den Zielen in der Entwicklung der AEJ-NRW
  • Zusammenarbeit und Kommunikation mit der Geschäftsstelle der AEJ-NRW
  • Netzwerkarbeit (LJR-NRW, BDKJ, ELAGOT, …)
  • Jugendpolitische Vertretung
In Finanz- und Richtlinienfragen wird der JPA bei Bedarf durch einen Finanzbeirat unterstützt. Dieser wurde nach Neukonstituierung des JPA in 2025 als Ausschuss mit teilweise neuen Mitgliedern im Februar 2026 nach längerer Vakanzzeit einberufen. Folgende Themen beschäftigten und beschäftigen den Finanzbeirat weiterhin:
  • Förderrichtlinien ab 2027
  • Nachweisführung Jugendverbandlichkeit ab 2027
    Insbesondere für die Beratung von und Positionierung zu jugendpolitischen Themen auf Landesebene sowie die Begleitung der Beratungen im Landesjugendring ist die Projektgruppe Jugendpolitik (PG JUPO) eingerichtet worden. Auch diese wurde nach Konstituierung des JPA entsprechend neu einberufen. Die PG JUPO beschäftigte sich im Berichtszeitraum unter anderem mit folgenden Themen
  • Entwicklung eines Fachtages „jung, ehrenamtlich, politisch“ zur Beteiligung junger Menschen an jugendpolitischen Prozessen, inklusive der Initiierung jugendpolitischer Prozesse. Der Fachtag ist der Auftakt einer Fortbildungsreihe, in der junge Menschen die Kompetenzen erwerben, um sich auf dem politischen Parkett zu bewegen. Das beinhaltet inhaltliche Aspekte, Elemente von Rhetorik, Körpersprache und der Entwicklung von Strategien und Kampagnen. Das Seminar startet mit einem biographischen Zugang: Wer bin ich und wofür stehe ich? Dazu ist u.a. auch der Vizepräsident des Landtages angefragt. Das Seminar wird im Folgenden zusammen mit den Teilnehmenden nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen weiterentwickelt. jung, ehrenamtlich, politisch am 26. November, Düsseldorf, 10-18 Uhr. Für Ehrenamtliche ab 16 Jahren. Schulbefreiung möglich, Reisekosten werden übernommen. Informationen und Anmeldung
  • Vorbereitung der jährlichen jugendpolitischen Gespräche des Vorstands mit den jugendpolitischen Sprecher*innen der Landtagsfraktionen
  • Entwicklung der gemeinsamen Veranstaltungsformate mit dem BDKJ NRW: das parlamentarische Frühstück und die Nikolaus-Aktion
  • Beratungen und Entwicklung der Lobbyziele der AEJ-NRW zu den Landtagswahlen 2027, jugendpolitische Forderungen der AEJ-NRW, Vorbereitung der Empfehlungen für den JPA zur Beteiligung an den Wahlkampagnen des LJR-NRW
  • Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Haushaltssicherung der Kommunen. Durch die finanzielle Bewegungsunfähigkeit der meisten Kommunen in NRW ist zu erwarten, dass viele Gemeinden und Städte die Zuwendungen für die freien Träger der Jugendhilfe kürzen.
  • Beratungen zu einer Kampagne zum Thema Wehrdienst/Wehrpflicht
  • Beratung unserer Vertreter*innen im Hauptausschuss und Vorstand des LJR-NRW
    Die Geschäftsstelle des Jugendpolitischen Ausschusses ist die Geschäftsstelle der AEJ-NRW. Hier sind 3 Sachbearbeiterinnen mit unterschiedlichen Stellenanteilen unter anderem für die Bereiche Maßnahmenförderung und Bearbeitung der Anträge zur Erstattung von Verdienstausfall nach Sonderurlaubsgesetz (SurlG) verantwortlich. Neben der Leitung der Geschäftsstelle (Geschäftsführung AEJ-NRW), ist hier außerdem der Jugendpolitische Referent, Peter Bednarz, beschäftigt. Direkt unterstützt wird das Team durch die Referent*in der ESR, Marei Schmoliner, die für die AEJ-NRW im Vorstand des Landesjugendring im November 2025 gemeinsam mit Annika Jülich (BDKJ-NRW) zur Vorsitzenden gewählt wurde.

Marei Schmoliner koordiniert darüber hinaus die Projekte der AEJ-NRW im Gesamtprojekt „DU. Ich. Wir- Internationale Biografien im Jugendverband“ des Landesjugendring.

Aus der Geschäftsstelle der AEJ-NRW heraus und auf der Grundlage der Beratungen im Vorstand der AEJ und im JPA werden -gemeinsam mit den Referent*innen- unter anderen folgende Aktivitäten und Tätigkeitsbereiche koordiniert:
  • Beratung der Träger evangelischer Jugendarbeit zu Fragen öffentlicher Förderung und in rechtlichen Fragestellungen
  • Bewirtschaftung der Mittel aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW
  • Förderung von Bildungs- und Freizeitmaßnahmen mittels des Förderportals
  • Erstattung von Verdienstausfall nach dem Sonderurlaubgesetz NRW
  • Öffentlichkeitsarbeit für die AEJ NRW (Homepage, regelmäßige Rundmails in die Strukturen) -Einflussnahme auf die Gestaltung staatlicher Jugendförderung und Gesetzgebung
  • Jahresgespräche mit den demokratischen Parteien und den Landschaftsverbänden
  • Fachgespräche ergänzend dazu mit Fachkräften aus den Strukturen – Jugendpolitisches Frühstück – Kommunikation mit dem Ev. Büro Düsseldorf – Anhörungen, Werkstattgespräche, Empfänge – Besetzung von Stellen der AEJ-NRW
Im Berichtszeitraum befasste sich die Geschäftsstelle über die oben genannten Punkte hinaus konkret mit folgenden Aufgaben:
  • Koordination gemeinsamer Aktionen mit dem BDKJ NRW im Landtag NRW (Nikolausaktion und Politisches Frühstück)
  • Koordination und Zusammenarbeit in der Projektgruppe Jugendpolitik, der Projektgruppe Kommunikation, im AEJ Kinderforum und im Jugendbildungsstättensprecher*innenkreis
  • Mitgliedschaft im Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement
  • Repräsentation und Netzwerkarbeit der AEJ-NRW bei diversen (jugend)politischen Veranstaltungen, unter anderem beim Fachtag anlässlich des 75. Jubiläums des Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW (KJFP NRW)
  • Netzwerkarbeit mit den Geschäftsführungen von RDP und BDKJ
  • Begleitung und administrative Unterstützung der Projektstelle „Du.Ich.Wir – Internationale Biografien“ und der Projekte zur Extremismusprävention aus der TG 68 („Vielfalt schützt!“ und „Haltung gegen Spaltung“)
  • Begleitung und administrative Unterstützung des Handlungsfeldes „Sexuelle Bildung“
  • Sicherung der Projektmittel für „Eine Welt“
  • Sicherung der zu Teilen aus Bundesmitteln geförderten Stelle für Jugendpolitische Bildung (Johanna Herwix/Lea Straeten) für den Projektzeitraum 2026-2030 mit Anbindung an den Hackhauser Hof
  • Weiterentwicklung des Förderportals der AEJ-NRW (Projektförderung), Vorbereitung zur Etablierung eines digitalen Tools zur Antragstellung von Erstattung von Verdienstausfall
  • Geschäftsführung und Mitarbeit im Vorstand der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft Offene Türen (ELAGOT NRW) und Koordination der Vernetzung mit der AEJ-NRW
  • Planung, Vorbereitung und Umsetzung der Verabschiedung des Vorsitzenden der ELAGOT NRW, Sebastian Richter

verfasst von Nicole Manns-Rodenbach 04. September 2026