Bericht des Vorstands 09/26

Bericht des Vorstandes – Berichtszeitraum März bis September 2025

 

  1. Allgemeines

Der Vorstand der Evangelischen Jugend im Rheinland nimmt zwischen den Tagungen der Delegiertenkonferenz die Belange der Jugend im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland im Dienst der Kirche entsprechend ihrem Gesamtauftrag durch Beratung und Beschlussfassung wahr.

Dem Vorstand gehören als gewählte bzw. stimmberechtigte Mitglieder an: Carla Peekhaus (Vorsitzende), Julian Pannen (stellvertretender Vorsitzender), Jendrik Peters (stellvertretender Vorsitzender); Oliver Boeddrig, Jana Duhrmann, Fabian Eßer, Anke Rikowski-Bertsch, Tuulia Telle-Steuber, Paul Jasper Wesenburg, und Ramona Wilke.
Für Anke Rikowski-Bertsch die ihr zweites Kind zur Welt gebracht hat, hat David Ruddat übergangsweise das Mandat der Leitung des Hackhauser Hofes im Vorstand wahrgenommen.

Beratende Mitglieder sind, Stefan Niewöhner, Timo Runkel, Hanna Schad, Erik Bauernfeind, Marco Herrlich, Nico Sossenheimer, Sophie Weller, Nicole Manns-Rodenbach, und Roland Mecklenburg sowie Sabine Heinen als Protokollführerin.

Der Vorstand ist unter anderem für die Ausführung von Beschlüssen und die Wahrnehmung von Aufträgen der Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland (EJiR), die Vorbereitung und Leitung der Tagungen der Delegiertenkonferenz (DK) sowie die Ratifizierung der Beschlüsse der Ausschüsse der Ev. Jugend zuständig, wenn sie sich an die Öffentlichkeit oder an einzelne Adressaten außerhalb der EJiR richten oder wenn sie finanzielle Fragen betreffen. Zu seinen Aufgaben gehört außerdem die Vertretung aller gemeinsamen Belange der Evangelischen Jugend insbesondere bei kirchlichen und gegenüber staatlichen und sonstigen öffentlichen Stellen gegebenenfalls mit anderen und gegenüber anderen Jugendverbänden.

Der Vorstand hat seit der vergangenen Delegiertenkonferenz drei Mal getagt: am 8. April, am 23. und 24. Mai und am 27. August 2025. Über die Ergebnisse der Beratungen am 26. September – unmittelbar vor der DK – wird der Vorstand bei der Delegiertenkonferenz mündlich berichten.

Wie bisher hat der Vorstand inhaltliche Schwerpunkte beraten und sich mit Erledigung von Aufträgen bzw. der Umsetzung von Beschlüssen der DK befasst. Er hat die Arbeit der Ausschüsse und Projektgruppen durch Kenntnisnahme der Protokolle eingehend begleitet und sich über aktuelle jugend- und förderpolitische Entwicklungen auf Bundes- und Länderebene informiert.

 

  1. Delegiertenkonferenz März 2025

2.1 Rückblick und Auswertung der Konferenz durch den Vorstand

Der Vorstand schätzt die vergangene DK als insgesamt gelungen und erfolgreich ein. Auch wenn die Beratungen durch die Wahlen sehr bestimmt wurden konnten mit den Beschlüssen auch thematische Akzente gesetzt werden. Erfreulich war, dass die Beratungen zum neuen kirchlichen Förderplan konstruktiv und zielführend abgeschlossen werden konnten. Allen Beteiligten dankt der Vorstand für ihren Einsatz und die Kompromissbereitschaft.

Das „leidige“ Thema der Bestätigung bzw. Prüfung der Führungszeugnisse hat den Vorstand im Nachgang sehr beschäftigt. Zur Regelung wurde nun ein Anmeldeschluss eingeführt und das Anmeldeverfahren überarbeitet. Hierüber wurde ausführlich informiert. Die nun gültigen Verfahren verringern Flexibilität und erhöhen den Aufwand für alle Beteiligten. Zugleich scheint die Erwartung berechtigt, dass sowohl die kirchengesetzlichen Vorgaben, die Präventionsziele besser erreicht und der Wunsch nach einem störungsfreieren Arbeiten von ELJVR, Vorstand und DK erfüllt wird.

Der Verständnis-Chat wurde erneut kaum genutzt. Er soll aber als unaufwändiges und niederschwelliges Angebot weiter angeboten werden.

Positiv hervorgehoben wurden im Vorstand auch die gute Atmosphäre, der schöne Gottesdienst und das gut vorbereitete und rundum gelungene Abendprogramm mit seinem regionalen Bezug.

2.2 Umsetzung von Beschlüssen

Alle Beschlüsse wurden auf der Homepage der EJiR veröffentlicht und sind weiterhin in der Cloud abrufbar. Die Pressemitteilung wurde über den Presseverteiler versandt; leider hat es der Bericht nicht auf die Homepage der EKiR geschafft.

B1 Förderplan für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichem im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die Richtigkeit des vorliegenden Beschlusstextes wurde durch den Vorstand festgestellt. Der neue Förderplan und die entsprechenden Formulare sind auf den Internetseiten des Amtes und der EJiR verfügbar und einsatzbereit.

B2 Ehrenamt als Chance – Perspektiven des Jugendverbands“

Die Richtigkeit des vorliegenden Beschlusstextes wurde durch den Vorstand festgestellt. Der Beschluss wurde grafisch gestaltet und breit bekannt gemacht.

B3 Vielfalt Lieben

Die Richtigkeit des vorliegenden Beschlusstextes wurde durch den Vorstand festgestellt. Der Beschluss wurde grafisch gestaltet und breit bekannt gemacht. Der Beschluss war anders als erwartet worden war nicht Gegenstand des Gesprächs des Vorstandes mit der Kirchenleitung.

 

  1. Weitere ausgewählte Schwerpunkte aus den Beratungen des Vorstandes

3.1 Kennenlernen bei der Klausurtagung – Praktiken des Gelingens

3.2 Rassismuskritisches Projekt der EJiR

Der Vorstand wurde fortlaufend über den Fortschritt des Projektes, das nach Beschlussfassung durch die DK vor ca. einem Jahr mit einem Auftaktworkshop der Projektgruppe gemeinsam mit den Prozessbegleiter*innen begonnen hat, informiert.

3.3 Gespräch mit der Kirchenleitung

Das Gespräch mit der Kirchenleitung fand am 23. Mai in Wuppertal statt und war in die Klausurtagung des Vorstandes eingebettet. Themen waren insbesondere: die Kirchentage 2025 und 2027, der Jugendkongress AC 2026, Frieden / Friedensbildung, Konsolidierungsprozesse in der EKiR.

Das Gespräch wurde vom Vorstand als eine angenehme Begegnung mit gutem Austausch gewertet. Für ein besseres gegenseitiges Kennenlernen wäre jedoch mehr Zeit erforderlich gewesen.

Beim Thema Rassismuskritik hätten die verschiedenen Arbeitsgruppen besser vorbereitet werden können, sie waren zudem inhaltlich teils sehr anspruchsvoll. Erfreulich ist, dass Vorstand und KL gemeinsam an der Thematik weiterarbeiten wollen und hierzu eine AG gebildet wurde, die zunächst die Ergebnisse der Gruppenarbeiten auswerten und dann Vorschläge für weitere Beratungen erarbeiten wird.

Als wichtiges Ergebnis bleibt festzuhalten, dass es auch künftig regelmäßig eine Begegnung von jungen Menschen und Synodalen im Rahmen einer Landessynode geben soll und dabei das Format „Fachvortrag + Begegnung“ fortgeführt werden soll. Weitere Verabredungen dazu sollen beim Gespräch zwischen KL und Vorstand im Jahr 2027 getroffen werden. Künftig will sich der Vorstand mehr Zeit für die Vorbereitung des Gespräches nehmen.

3.4 #wirschweigennicht

Mitglieder der ELJVR haben nach Beratungen bei der ELJVR-Klausur Materialien entwickelt, die angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen die Botschaft vermitteln sollen: „Gestärkt zu werden in dem Gefühl, sich gegen Diskriminierung zu stellen und dabei gefühlt nicht alleine zu sein“. Der Vorstand der Evangelischen Jugend im Rheinland hat hierzu wie vorgeschlagen das Solidaritäts-Statement „Wir schweigen nicht! -Für Dich und für Uns – Statement der Ev. Jugend im Rheinland zur Stärkung der Demokratie“ in als Position des Verbandes beschlossen (Anhang).

Zur weiteren Verbreitung des Statements wurden Sticker und Armbänder gedruckt, Die Geschäftsstelle stellt die entsprechenden Mittel aus dem Haushalt des Amtes für Jugendarbeit / der Evangelischen Jugend im Rheinland zur Verfügung.

Das Statement wird auf der Delegiertenkonferenz im Herbst 2025 vorgestellt und das Druckmaterial wird hier erstmalig verteilt.

 

  1. Veranstaltungen und Events

4.1 Kirchentag 2025 in Hannover

In einem gemeinsamen Rückblick hat der Vorstand die Reise mit dem Sonderzug und den EJiR-Stand sowie die Rheinischen Dörfer ausgewertet und ein insgesamt sehr positives Fazit gezogen.

Viele Besucher*innen waren vom Zentrum Jugend insgesamt und den Rheinischen Dörfern als Angebot darin beeindruckt. Auch der Präses hat sich lobend zu den Aktivitäten der EJiR geäußert. Vor allem der Sonderzug aber auch die Rheinischen Dörfern sind bei ihm sehr gut angekommen. Für 2027 ist die Erwartungshaltung jetzt entsprechend hoch.

4.2 Kirchentag 2027 in Düsseldorf

Trotz des für die EJiR unglücklichen Termin (Vorstandsklausur) des Zukunftskongresses haben 9 Menschen aus dem Rheinland daran teilgenommen. Um die DK am Prozess der weiteren Planungen und ggf. Entscheidungen zu beteiligen hat der Vorstand entschieden den Kirchentag 2027 bei der DK zu thematisieren um zur Koordinierung der Aktivitäten der EJiR (Rheinische Dörfer) sowie der Kooperation mit der EKiR im Zentrum junge Menschen einen Antrag zu stellen der auch die Einrichtung einer Projektgruppe vorsieht.

4.3 AC26

Der Vorstand begleitet die thematischen und organisatorischen Vorbereitungen intensiv und nimmt die durchwegs positiven Nachrichten gerne zur Kenntnis. Schade ist aus Sicht des Vorstandes, dass die Mitwirkung junger / ehrenamtlicher Menschen noch nicht das gewünschte Maß erreicht hat. Der Kongress wird im Rahmen der DK ausführlich thematisiert.

 

  1. Mandate, Vertretungen und Delegationen

5.1 Berufung von bis zu zwei Arbeitsbereichen, die je eine Vertretung mit beratender Stimme in die DK entsenden.

Der Vorstand hat einstimmig beschlossen, die Studierendenkonferenz der Evangelischen Studierendengemeinden im Rheinland und die rheinische Landeskonferenz Kirche mit Kindern für die Dauer der aktuellen Wahlperiode als Arbeitsbereiche gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 2 lit. b festzulegen.

5.2 Festlegung von Kontaktpersonen zur Studierendenkonferenz

Julian Pannen wurde als Kontaktpersonen benannt und hat an der Studierendenkonferenz am 15./16.5.2025 teilgenommen.

5.3 Benennung für die landeskirchliche Kollektenkommission

Das Gremium ist eine landeskirchliche Fachgruppe, die dem landeskirchlichen Finanzausschuss zugeordnet ist und i.d.R. drei Mal pro Jahr tagt. Die Wahlperiode geht von 2025 bis zur LS 2029.

Fabian Eßer wurde einstimmig in die Kollektenkommission delegiert.

5.4 Vertretung der EJiR in der Netzwerkgruppe „Kirche der Zukunft“ der EKiR

Carla Peekhaus wurde einstimmig für die Netzwerkgruppe benannt.

5.5 Vertretung der EJiR im Vorstand der Evangelischen Jugendbildungsstätte

Hackhauser Hof – Bildungszentrum Jugendarbeit e.V.

Der Vorstand hat Erik Bauernfeind einstimmig gewählt, Hannah Schad nimmt die Stellvertretung wahr.

5.6 Delegierte zur Vollversammlung des Landesjugendrings NRW am 22.11.2025

Die AEJ-NRW (Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Nordrhein-Westfalen) hat 8 Sitze in der Vollversammlung, jeweils 4 werden durch die Evangelische Jugend von Westfalen und die EJiR besetzt. Bei der Vollversammlung wird der Vorstand des Landesjugendrings neu gewählt. Dieser steht vor einem größeren personellen Umbruch, da nach aktuellem Stand der Informationen beide amtierende Vorsitzende sowie ggf. weitere Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl stehen. Daneben liegen voraussichtlich auch inhaltlich wichtige Anträge zur Beratung vor. Als Vertretung der EJiR hat der Vorstand Fiona Paulus, (Vorsitzende der AEJ-NRW), Paul Gebser (EJiR-Vertretung im JPA), Fabian Eßer (Vorstand EJiR), Nils-Felix Finke (EJiR-Vertretung im JPA mit Erfahrung in der Teilnahme an VVs des LJR-NRW) und als Stellvertretung Tuulia Telle-Steuber (Landesjugendpfarrerin der EKiR, EJiR-Vertretung im JPA, Beisitzerin im Vorstand der AEJ-NRW). gewählt

5.7 Besetzung der Fachkreise der aej

Nachdem der Vorstand in einem ersten Schritt Anfang 2024 folgende Personen für folgende Fachkreise der aej benannt hat, Kinder- und Jugendpolitik: Roland Mecklenburg, Peter Bednarz; Arbeit mit Kindern: Erika Georg-Monney; Konzepte und Grundsatzfragen der ev. Kinder- und Jugendarbeit: Manuela Postl; Nachhaltige Entwicklung: Andreas Roschlau, wurde Cornelia Kluth für die Fachkreise Kinder- und Jugendfreizeiten sowie Inklusion benannt.

Wir schweigen nicht!

– Für Dich und für Uns –

Statement der Ev. Jugend im Rheinland zur Stärkung der Demokratie

Ein wichtiger Teil unserer Demokratie ist das Recht auf Meinungsfreiheit und das Recht, diese Meinung frei äußern zu dürfen. Hinter diesem Recht stehen wir. Freie Meinung endet für uns bei Diskriminierung jeglicher Art und Weise.

Wie sehen es als unsere Pflicht als Christ*innen sowie als Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft an, uns gegen diskriminierende Äußerungen zu stellen und für die von Diskriminierung Betroffenen einzustehen.

Wir möchten Mut machen, aufzustehen: Wir stehen an eurer Seite!

Euch, die ihr von Diskriminierung betroffen seid!

Euch, die ihr Teil dieser Gesellschaft seid!

Euch, die ihr an unseren Angeboten teilnehmt, sie mitgestaltet und leitet!

Euch, die ihr Verantwortung in unseren Gremien übernehmt!

Euch, die ihr gegen Diskriminierung die Stimme erhebt, die ihr aufsteht und nicht schweigt!

Euch, die ihr helft, diese Demokratie be- und entstehen zu lassen!

In der Bibel heißt es: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!“ (Psalm 18,30) –Mit deiner Ev. Jugend im Rheinland kannst du Diskriminierung entgegentreten!

Denk immer daran: Du bist nicht allein!

Evangelische Jugend im Rheinland