CVJM-Westbund e.V. 
Im Zeitraum von September 2025 bis März 2026 war die Arbeit des CVJM‑Westbund in besonderer Weise von Aufbruch, Beteiligung und Zukunftsorientierung geprägt. Zwei Prozesse standen dabei im Mittelpunkt: der Perspektivprozess als strategischer Zukunftsweg des Verbandes und der U27-Prozess, der die Mitbestimmung junger Menschen konsequent stärken soll. Beide Entwicklungen machten deutlich, dass der CVJM-Westbund den gesellschaftlichen und kirchlichen Wandel aktiv gestaltet und junge Generationen bewusst in Verantwortung einbindet.
Der Perspektivprozess erreichte im Herbst 2025 einen wichtigen Meilenstein. Nach einer längeren Phase des Sammelns, Hörens und Diskutierens wurde der Prozess am Perspektivtag im September 2025 auf der Bundeshöhe öffentlich sichtbar. Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Engagierte aus Ortsvereinen und Arbeitsfeldern kamen zusammen, um zentrale Zukunftsfragen des Verbandes weiterzudenken. Themen wie geistliche Identität, neue Formen von Gemeinschaft, strukturelle Ausrichtung und die Rolle des CVJM in einer sich verändernden Gesellschaft wurden offen und dialogisch bearbeitet. Der Perspektivtag war dabei weniger Abschluss als vielmehr Übergang: Die Ergebnisse und Impulse flossen in eine nächste Arbeitsphase ein, in der es darum ging, konkrete nächste Schritte für die Zukunft des Westbundes zu entwickeln.
Diese Weiterarbeit setzte sich zu Beginn des Jahres 2026 fort. In sogenannten Next-Step-Formaten wurden die im Perspektivprozess gewonnenen Erkenntnisse vertieft und mit Blick auf die Praxis des Verbandes reflektiert. Deutlich wurde, dass der Perspektivprozess nicht nur ein strategisches Projekt, sondern auch ein Kulturprozess ist: Er fördert Beteiligung, Transparenz und die Bereitschaft, Gewohntes zu hinterfragen. Der CVJM-Westbund verstand diesen Prozess bewusst als Einladung an alle Ebenen des Verbandes, eigene Perspektiven einzubringen und Verantwortung für die gemeinsame Zukunft zu übernehmen.
Eng verbunden mit dieser Zukunftsorientierung ist der U27-Prozess, der im Berichtszeitraum deutlich an Profil gewann. Ziel dieses Prozesses ist es, junge Menschen unter 27 Jahren noch stärker an Entscheidungsprozessen zu beteiligen und ihnen reale Mitgestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Insbesondere die Frage der Zusammensetzung der Delegiertenversammlung rückte in den Fokus. Der Westbund beschäftigte sich intensiv mit Modellen, wie künftig sichergestellt werden kann, dass junge Menschen nicht nur beteiligt sind, sondern in zentralen Gremien auch eine prägende Stimme haben. Dabei ging es sowohl um strukturelle Fragen als auch um eine grundsätzliche Haltung: Junge Menschen sollen nicht erst „die Zukunft“ des Verbandes sein, sondern seine Gegenwart aktiv mitgestalten.
- Roland Mecklenburg
- Referent für Politische Bildung und Jugendpolitik
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