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Geflüchtete Kinder und Jugendliche

„Danke“ der Landesjugendpfarrerin für konkrete Nächstenliebe

In einem offenen Brief an die Ev. Jugend im Rheinland bedankt sich die Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer bei allen, die seit Wochen und Monaten als Freiwillige aktiv sind oder als Team ihre bisherige Jugendarbeit der Situation angemessen umkrempeln.

Danke!

Angesichts vieler bei uns Zuflucht suchender Menschen wird auch für die Evangelische Jugend im Rheinland Nächstenliebe konkret.

Die größte Not lindern helfen
Ich danke allen ehrenamtlich und beruflich in der Jugendarbeit Tätigen, in Kirchenkreisen und Gemeinden, Werken und Verbänden und den Einrichtungen der Jugendarbeit, für die unmittelbare Hilfe und Unterstützung Geflüchteter, für das politische Engagement zur Verbesserung der Lage Geflüchteter und gegen die ungerechtfertigte Verschärfung des Asylrechts. Ich danke besonders denen, die tatkräftig Anpacken, Organisieren und Wohnraum schaffen und bereitstellen, Sachspenden sammeln, sortieren und weiterleiten. All das lindert Not hilft bei der Orientierung und zeigt, dass die geflüchteten Menschen willkommen sind.
Danke für all das Engagement, für die Zeit und Kraft.

Geflüchteten eine Perspektive eröffnen
Ich bitte aber auch alle darum, sich auf langen Atem bzw. neue Schwerpunkte, Aktivitäten und Arbeitsweisen einzustellen. Zurzeit ist es ist eine Ausnahmesituation, dass Tausende mit nichts als was sie am Leib haben zu uns kommen und ihnen schnell geholfen werden muss. Denen, die bleiben müssen wir zugleich schon heute Perspektiven eröffnen. Dies kann und wird unsere Arbeit verändern, wenn wir zugewanderten Kindern und Jugendlichen die gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft ermöglichen. Vieles daran ist aber gar nicht neu. Wir verfügen über zahlreiche Erfahrungen, Begegnungen, interkulturelle und interreligiöse Aktivitäten. Dies wird künftig nicht mehr nur mit Projekten erreicht werden können, sondern selbstverständlicher Teil unserer Arbeit sein. Dazu sind vielleicht mancherorts neue oder andere Schwerpunktsetzungen erforderlich. Kirchenleitende Gremien und Personen auf jeder Ebene bitte ich schon heute nachdrücklich, dies zu unterstützen.

Aus Überzeugung einmischen
Christ¬ sein heißt auch, weiterhin und verstärkt Partei zu ergreifen. Heißt sich zu Wort zu melden und Flagge zu zeigen gegen menschenverachtende und menschenfeindliche Auftritte sogenannter besorgter Bürger und anderer. Dass Menschen ihre Heimat verlassen, hat komplexe und globale Gründe. Daher ist und bleibt unser Beten und Handeln gefordert für Frieden Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, für faire Produktion und fairen Handel weltweit, gegen Waffenexporte, für religiöse Toleranz und Minderheitenschutz.

Unterstützung
Dabei bitte ich Verantwortliche in Gemeinden, Kirchenkreisen und Landeskirche herzlich um Unterstützung der Ev. Jugend durch ihr politisches und öffentliches Engagement und mit ihren Ressourcen und ihrer Infrastruktur. Dies auch, wenn es darum gehen wird, qualifizierte KiTa- und Schulbildung für alle hier lebenden Kinder und Jugendliche vorzuhalten, mit notwendigen Inklusionsleistungen wie z.B. Sprachkursen, die ihnen auch schon im Übergangswohnheim zur Verfügung stehen sollten.

Ich wünsche uns allen die notwendige Ausdauer in Worten und Taten, im Vertrauen auf Christus, der uns zum Frieden untereinander und zur Nächstenliebe ermutigt und auffordert.

Simone Enthöfer, Landesjugendpfarrerin der EKiR

Düsseldorf, im September 2015

 

„Sonderförderung geflüchtete Kinder und Jugendliche“

 

24.09.2015

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