Ganztagsschule

Mit der stufenweisen Einführung des Gesetzes zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter – Ganztagsförderungsgesetz – kurz: GaFöG – wird ab dem Schuljahr 2026/27 Kindern des ersten Jahrgangs ein Rechtsanspruch auf ganztägige „Bildung und Betreuung“ ermöglicht.

Für Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit wurde eine Orientierungshilfe geschrieben.

Diese soll bei der Einschätzung zur Entwicklung und den Handlungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendarbeit in der Zusammenarbeit mit der (Grund-)Schule unterstützen. Außerdem sind in der Orientierungshilfe auch verschiedene Forderungen aus der Perspektive der Jugendverbandsarbeit zu finden. Sie finden diese unten im Downloadbereich dieser Seite.

Noch sind die Ausführungsgesetze zum GaFöG nicht in allen Bundesländern veröffentlicht.

In NRW haben im März 2024 das Ministerium für Schule und Bildung und das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration in gemeinsamer Verantwortung fachliche Grundlagen für die Umsetzung des Rechtsanspruchs vorgelegt. Im Juli hat das Landeskabinett den gemeinsamen Erlass von Familienministerium und Schulministerium genehmigt, der mit dem GaFöG zum 1. August 2026 in Kraft tritt und die Ganztags- und Betreuungsangebote in der Primarstufe regelt. Dazu gehören die Offene Ganztagsschule sowie weitere außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote.

Weiterführende Links:

Presseartikel Land NRW

Pressemitteilung Schulministerium

Erlass

Fachliche Grundlagen

 

Aus der Perspektive von Kindern, Jugendlichen und der Jugendverbandsarbeit wurden verschiedene Forderungen geschrieben:

 

Außerdem

Die Kultusministerkonferenz hat in ihrer Sitzung am 12.10.2023 Empfehlungen zur Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität der Ganztagsschule und weiterer ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter verabschiedet.

„Erstmals überhaupt hat die KMK damit gemeinsame Qualitätskriterien für die Ganztagsschule in Deutschland definiert. Unser Leitmotiv sind die Kinder: Die Interessen und Bedürfnisse der Kinder sind bei der pädagogischen Gestaltung ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote handlungsleitend. Schulleitung und gegebenenfalls außerschulische Kooperationspartner tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass die Ganztagsangebote die Lebenswelt der Kinder über das Aneignen von Kompetenzen hinaus ermutigend bereichern und nicht auf Betreuungsangebote reduziert werden“*, sagte KMK-Präsidentin Günther-Wünsch.

Die zwölf Empfehlungen geben Impulse für die Weiterentwicklung der Qualität des formalen, non-formalen und informellen Lernens über den ganzen Tag und benennen, was die pädagogische Qualität umfasst. Hervorgehoben werden beispielsweise die handlungsleitende Rolle der Kinder in der Angebotsgestaltung, die Bedeutung von Wohlbefinden und positiven pädagogischen Beziehungen, die starke Zusammenarbeit der Professionen und Akteure auf der Grundlage eines gemeinsamen Bildungsverständnisses, der Lebenswelt- und Sozialraumbezug sowie eine bedarfsgerechte Raumkonzeption und eine gesunde Mittagsverpflegung.

Die konkrete Umsetzung und Ausgestaltung der Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Systeme und Strukturen wird durch die Länder erfolgen.

*Quelle: https://bildungsklick.de/schule/detail/qualitaet-im-ganztag-kmk-entwickelt-empfehlungen