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Evangelische Jugend im Rheinland

„Wir hoffen, dass da einer ist, der uns hilft und begleitet“

Jugendliche einer evangelischen Ferienfreizeit aus Oberhausen waren auf einem Tagesausflug in Barcelona unterwegs, als der Terroranschlag am 17. August passierte. Drei von ihnen wurden verletzt.

 

Ein Kommentar der rheinischen Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer zum Geschehen in Spanien.

„Wenn die Evangelische Jugend im Rheinland zu Beginn der Ferien die Koffer packt, die unterschiedlichsten Gruppen sich auf den Weg in die unterschiedlichsten Freizeitorte begeben, dann ist das begleitet von Vorfreude auf Menschen und Programm, von Spannung auf das Kommende, von Reise- und Abenteuerlust und der Gewissheit, dass alles gut vorbereitet, geplant und organisiert wurde.

Klar haben wir im Hinterkopf, dass nicht alles nur in unserer Hand liegt, dass Unfälle geschehen können -  im Urlaub wie überall! Ob menschliches oder technisches Versagen, die Auswirkungen sind immer schlimm. Warum aber Menschen bewusst anderen Menschen solches Leid an Leib und Seele zufügen, wie nun auch bei den Attentaten in Spanien, ist überhaupt nicht zu begreifen. Ohnmacht, Wut und Traurigkeit vermischen sich. Und auch, wenn wir ehrlich sind die Frage, warum Gott so etwas nicht verhindert oder verhindern kann.

Dieses Mal hat die Schockwelle noch eine andere Qualität, in dem pochenden Bewusstsein, da sind Jugendliche von uns direkt betroffen! Eine Gruppe der Evangelischen Jugend im Rheinland aus der evangelischen Kirchengemeinde / CVJM Königshardt-Schmachtendorf in Oberhausen, die genauso fröhlich in ihre Freizeit gestartet waren, wie alle anderen Gruppen.

Klar können wir aus der Ferne und als nicht direkt Betroffene nicht im Geringsten nachfühlen, was diese Gruppe mitgemacht hat und noch mitmacht. Aber unsere Gedanken und Gebete sind bei ihnen und bei allen anderen Betroffenen und ihren Familien. Hoffentlich sind die drei verletzten Jugendlichen bald wieder soweit hergestellt, dass sie das Krankenhaus verlassen können und hoffentlich können alle bald wieder zu ihren Familien nach Hause. Gewiss wird es noch lange brauchen, um das schreckliche Geschehen zu verarbeiten.

Auch in der Evangelischen Jugend im Rheinland hinterlässt es Spuren und Fragen. Trotzdem werden wir auch weiterhin unsere Koffer packen und auf Reisen gehen und trotzdem werden wir auf große Veranstaltungen und öffentliche Plätze gehen, so wie wir trotzdem jeden Morgen aufstehen und vor die Türe treten. Und auch wenn wir manches einfach nicht verstehen, hoffen wir trotzdem, dass da einer ist, der uns begleitet und uns hilft, denen, die uns Angst machen wollen nicht die Macht über unser Reden und Handeln zu überlassen!"


21.8.2017/ SE

 

22.08.2017

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