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Evangelische Jugend im Rheinland

Unterwegs in Transsylvanien

In den Osterferien waren 17 ehrenamtlich Mitarbeitende der Evangelischen Jugend im Rheinland in einer inklusiven Gruppe in Rumänien unterwegs.

Der Flug brachte die Gruppe nach Sibiu/Hermannstadt. Nach einer ausführlichen Stadterkundung wurde das landeskirchliche Museum besucht, in dem die Geschichte der Siebenbürger Sachsen eindrücklich und nachvollziehbar dargestellt ist. Die gut restaurierte Altstadt lud bei herrlichem Frühlingswetter zum Verweilen ein.

Rumänische Gastfreundschaft und einmalige Aussichten

Eine rumänische Familie hatte die Gruppe aus Deutschland in ihr Zuhause eingeladen und verwöhnte sie mit köstlichen Schafskäsevarianten.

Eine Superaussicht auf die naheliegenden Karpaten gab es dann vom Kirchturm der evangelischen Stadtpfarrkirche aus. Natürlich durfte auch der Foto Termin auf der Lügenbrücke nicht fehlen.

Die Weiterreise nach Mediasch erfolgte dann mit dem Bus. Hier wurde die Gruppe herzlich von den Jugendlichen der Gemeinde empfangen und während der weiteren Tage begleitet.

Dracula und Weltkulturerbe

Gemeinsame Ausflüge führten zu den Kirchenburgen in Meschen /Mosna und Birthälm/Birthan, aber auch nach Schäßburg/Sigishoara, wo der Sage nach das Geburtshaus von Vlad Dracula stehen soll. Die Kirchenburgen sind als alte Wehrburgen der deutschen Minderheit in Rumänien noch sehr gut erhalten und gehören fast alle zum Weltkulturerbe. Beeindruckend ist ihre Geschichte aber auch die Aussicht von den Türmen und Dächern.

Bereichernde Begegnungen

Gemeinsam mit den rumänischen Jugendlichen gestaltete die deutsche Gruppe einen Kreuzweg der Jugend und bekamen einen Einblick in die Lebenssituation von Jugendlichen im sehr viel ärmeren Rumänien. Lebensmittel, die für deutsche Verhältnisse supergünstig sind und ein Durchschnittseinkommen, das kaum zum Überleben reicht, das sind zwei Seiten einer Lebenssituation im armen Teil Europas.

Die Gruppe lernte auch Siebenbürger Sachsen kennen, die nach Deutschland auswanderten, aber inzwischen in ihre alte Heimat Rumänien zurückkehren, weil das Leben dort entschleunigt ist, und, weil doch jemand die Kirchenburgen betreuen muss!

Die Ehrenamtlichen und ihre Begleiter und Begleiterinnen diskutierten mit jungen Rumänien von der deutschen Schule über Zukunftspläne, Berufswünsche und Lebensperspektiven. Sie reflektierten über die Kultur der Roma, die ihnen an vielen Stellen begegnete und über Migrationsbewegungen in Europa.

Die Reise war eine Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Schülerinnenarbeit im Rheinland, des Jugendreferates im Kirchenkreis Obere Nahe und des Amtes für Jugendarbeit in Koblenz.

Ansprechpartnerin für Fragen und weitere Informationen ist Erika Zipf-Bender:
Mailto:zipf-bender@afj-ekir.de


EZB/ JH 24.4.17

 

25.04.2017

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