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Evangelische Jugend im Rheinland

Weihnachten 2016

„Wo ist Weihnachten angesichts von Krieg und Terror in dieser Welt?“ fragt Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer in ihrer diesjährigen Weihnachtsandacht.

Wohlwissend, dass wir die Welt nicht retten können, aber an kleinen Stellen die Weihnachtsbotschaft in den Fokus rücken, indem wir dem göttlichen „Fürchtet Euch nicht“ einen mitmenschlichen Klang verleihen. Danke all jenen, die nicht müde werden, dass durch Worte und Taten immer wieder zu probieren.

 


 

Weihnachten!

Auf hohem Sockel, hell erleuchtet stehen sie, die großen, die mächtigen, die Respekt und mitunter Angst einflößenden Ereignisse und Themen, die uns in diesem Jahr begegnet sind.

Aber wo ist Weihnachten?

Wo ist Weihnachten
angesichts von Krieg und Terror, Gewalt und Unterdrückung in dieser Welt?

Wo ist Weihnachten,
wenn uns die Bilder von flüchtenden Menschen, von Trauernden und Traumatisierten schon fast zum Alltag werden und uns zu Dickhäutern machen um den Anblick auszuhalten?

Wo ist Weihnachten,
wenn Elefantengedächtnis an lang zurückliegende Kränkungen Wegen zu Frieden und Versöhnung im Weg stehen?

Wo ist Weihnachten,
wenn Hassparolen rezitiert und Feindbilder immer wieder geschürt werden? Wo ist Weihnachten, wenn Schwergewichte der Macht über Weltfrieden, Klimaschutz und Armutsbekämpfung verhandeln und unverrichteter Dinge wieder auseinandergehen?

Wo ist Weihnachten?

Wie sollte die Hoffnungsbotschaft vom „Frieden auf Erden“ nicht untergehen im Kriegslärm dieser Tage?

Wie sollte Gottes Zuspruch des „Fürchtet Euch nicht, euch ist heute der Heiland geboren“ nicht mit Füßen getreten werden vom Geschrei umjubelter Populisten und Rassisten?

Wo ist Weihnachten,
wenn die Realität doch so fern ist von der Weihnachtsfreude, nach der wir uns so sehnen? Wenn Weihnachten verschwindend klein erscheint vor großen Schreckensbotschaften?

Wo ist Weihnachten?

Aus der Distanz betrachtet bleibt Weihnachten vor den Ereignissen der Welt winzig und machtlos.

Aber Weihnachten ist trotzdem - oder gerade deswegen - da.

Weihnachten ist da,
wo wir näher herangehen, wo wir Weihnachten in den Fokus stellen!

Wo Menschen die Botschaft von Gottes Menschwerdung, der Geburt Jesu, an sich heranlassen,

wo sie die Botschaft nicht nur weitersagen sondern leben, wird das Weihnachtsgeschehen in dieser Welt sichtbar.

Wo Menschen Leben und Wohnraum, Geld und Güter, Erfahrungen und Geschichten, Freude und Kummer miteinander teilen.

Wo das göttliche „Fürchte Dich nicht“ einen mitmenschlichen Klang bekommt, da ist Weihnachten!
Lasst uns Weihnachten in den Fokus rücken.

Möge es in diesem Sinne an vielen Stellen in dieser Welt Weihnachten werden.

 

Mit diesem Weihnachtsgruß verbinde ich den herzlichen Dank an Sie und Euch für alle guten Begegnungen und Gespräche in diesem Jahr, für hilfreiche Unterstützung und engagierte Mitarbeit. Ich freue mich, dass Evangelische Jugend spürbar eine Gemeinschaft ist von Menschen, die schon viele Jahre vertrauensvolle Weggefährten sind, aber auch von immer wieder neu dazu Kommenden, die herzlich willkommen sind. Danke für viele anstrengende Arbeit, für manches gemeinsame Aushalten von Wut und Schmerz. Danke aber auch für eine Menge gemeinsamen Lachens.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Amt für Jugendarbeit wünsche ich Ihnen und Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang in ein hoffentlich friedvolles neues Jahr.


Simone Enthöfer, Landesjugendpfarrerin der EKiR

 

22.12.2016

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