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Evangelische Jugend im Rheinland

„Diese These ziehe ich mir an“

Blaue T-Shirts mit Friedensthesen standen im Mittelpunkt der Frühjahrskonferenz 2016 der Evangelischen Jugend im Rheinland, die mit rund 80 Delegierten am 12. und 13. März im Hackhauser Hof in Solingen stattfand.

T-Shirts für den Frieden (Quelle: Jana Schruff) T-Shirts für den Frieden (Quelle: Jana Schruff)

Jana Schruff absolvierte das evangelische Journalistentraining NEWS4U im Jahr 2014, inzwischen studiert sie Geschichte in Bonn. Am vergangenen Wochenende war sie zum ersten Mal als Gast auf der Delegiertenkonferenz der Ev. Jugend im Rheinland und fasste ihre Eindrücke in einem Presseartikel zusammen.

„Mut aufbringen – Frieden stiften“

Dieser Slogan war einer von 17 Friedensthesen, die in der Evangelischen Jugend Rheinland-Pfalz entstanden waren. Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Bund übernahm die Thesen und im Ausschuss für Interkulturelle und ökumenische Jugendarbeit der Ev. Jugend im Rheinland entstand die Idee, damit T-Shirts zu bedrucken, die nun auf der Delegiertenkonferenz zum Thema „Frieden“ zum Einsatz kamen.

„Die Arbeitsgrundlage sind unter anderem die T-Shirts mit den Friedensthesen, mit denen wir uns dann intensiver beschäftigen werden“, erzählt Miriam Lohrengel, Vorsitzende der Evangelischen Jugend im Rheinland.

Auf der Tagesordnung standen zunächst Berichte aus den Gremien und Mandaten, sowie mögliche Beschlüsse. Thema war unter anderem das geplante Jugendcamp 2018, das möglicherweise wegen Überschneidungen mit dem Reformationsjubiläum 2017 und wegen der Haushaltskonsolidierung auf 2020 verschoben wird. In Planung sind aber möglicherweise kleinere Veranstaltungen.

T-Shirts für den Frieden

Als nächsten Programmpunkt folgte die Auseinandersetzung mit dem Leitthema der Tagung. Die Vertreter der Kirchenkreise beschäftigten sich mit zwei Themen.
Für das Thema „Zur Abwesenheit von Frieden“ beschäftigten sich die Delegierten mit den T-Shirts.
Dafür standen die Unterthemen Friedensethik, Friedenserziehung, Umgang mit Fremden, Demokratie und Gerechtigkeit zur Auswahl. Pro Thema gab es eine Arbeitsgruppe, in der Gedanken, Fragestellungen und Lösungsansätze gesammelt wurden.
Ziel war es nicht nur, sich während der Tagung mit den Themen zu beschäftigen, sondern die T-Shirts mit in die jeweiligen Kirchenkreise zu nehmen und so eine Anregung für die Gestaltung von Gottesdiensten zu haben.
Die Ergebnisse sollen auf der kommenden Delegiertenkonferenz im Herbst vorgestellt werden, die ebenfalls unter dem Thema Frieden stehen wird.

Lernen am historischen Ort

Das zweite Schwerpunktthema stand unter der Überschrift „Gedenkstättenarbeit heute“. Die Einführung lieferte Jugendreferent Claudius Rück.
Er betont, dass beim Lernen aus der Vergangenheit an alle gedacht werden müsse. Die Arbeit mit Gedenkstätten finde sich in aktuellen Themen wieder, auch in der Flüchtlingsproblematik. „Wer an Sexismus und Rassismus denkt, findet den negativen Kontrast in vielen Teilen der Geschichte wieder“, so Rück.
Weitere Denkanstöße lieferten Radiobeiträge und Videos über muslimische Jugendliche, die Gedenkstätten besucht haben.
Weiterhin berichteten einige Jugendliche aus dem Kirchenkreis Essen von ihren Erfahrungen, die mit einer mobilen Schmiede an einer Friedensfahrt durch Europa gemacht haben.
Auch die Jugendreferentin Ulrike Zuda-Tietjen aus dem Kirchenkreis Saar Ost hat langjährige Erfahrung mit Jugendfahrten zu Gedenkstätten. „Auschwitz hat sich verändert. Es ist touristisch geworden. Trotzdem ist ein Ort, der Jugendliche begreifen lässt.“

Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Den Impulsvortrag am Sonntag hielt die Professorin Dr. Silvia Hamacher von der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen.
In ihrem Vortrag mit dem Titel „Kinder im Exil – Chancen und Herausforderungen für Ehrenamtliche“ erörterte sie dabei u.a. jugendspezifische Fluchtgründe, die Bindung von Kindern an ihre Familie und Modelle zu Lösungen des Migrationskonflikts. Abschließend stellte sie vor, welche Aufgaben Ehrenamtliche übernehmen können, um Flüchtlinge zu unterstützen. „Sie benötigen Beziehungen, die sie als hilfreich erleben und korrigierende Erfahrungen, die sie in der BRD „ankommen“ lassen“, so Silvia Hamacher.

Zu den letzten Programmpunkten zählte die Erarbeitung eines Positionspapier bezüglich der aktuellen Flüchtlingssituation, welches als Statement veröffentlicht wird.

Die Delegiertenkonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium der Evangelischen Jugend im Rheinland, der Arbeitsgemeinschaft der verbandlichen Jugendarbeit der Gemeinden, Kirchenkreise, Werke und Verbände im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sie tagt jeweils im Frühjahr und im Herbst.
Die kommende Delegiertenkonferenz findet am 24. und 25. September 2016 in Altenkirchen statt.

Die Evangelische Jugend im Rheinland (EJiR) ist der Jugendverband, dem alle Kinder und Jugendlichen ab sechs Jahren angehören, die auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland in Gemeinden, Jugendhäusern und Verbänden aktiv sind. Die Delegiertenkonferenz ist das Entscheidungsgremium der Evangelischen Jugend im Rheinland und tagt zweimal im Jahr.

Jana Schruff, 13.März 2016

 

16.03.2016

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