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Evangelische Jugend im Rheinland

Pressemitteilung zu Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland

„Welche Kirche wollen wir?“
Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 100 Delegierte aus Kirchenkreisen, Werken und Verbänden in der Frühjahrskonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland (EJiR) am 8. und 9. März 2014 im Hackhauser Hof in Solingen.

„Durch die Beratungen zum Thema Aufgabenkritik, unserer Forderung nach mehr Beteiligung und Mitspracherecht bei den Entscheidungen der Landeskirche und zur eigenen Profilschärfung hat sich die Delegiertenkonferenz im Herbst 2013 für diese Tagung für das Thema entschieden“, erklärt die Vorsitzende der EJiR, Miriam Lohrengel.

Das Impulsreferat hielt Prof. Dr. päd. Bernd Beuscher von der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. In seinen Ausführungen brachte er knackig und herausfordernd seine Thesen auf den Punkt. Er stelle einen subtilen Erwartungsdruck der Erwachsenen an die Jugend fest, gepaart mit einem „infantilen Regredieren der Kirche“, die sich weigere, erwachsen zu werden. Die Ausgangsfrage der Delegiertenkonferenz nach der Zukunft der Kirche sei im Kern die Frage danach, wie Kirche reifen, erwachsen werden könne. Als Älterer appellierte er an die Jüngeren: „Lassen Sie uns nicht in Ruhe! Sagen Sie, was Sie wollen!“ Er wünsche sich Ideen und Visionen für eine neue Frische der Kirche von innen her statt kosmetischer Korrekturen. Das vorherrschende Moral-Register von Schuld-Leid-Sühne sei überholt und mache träge, so Beuscher. Er plädierte für ein Gelassen-Sein, das Energien frei setze. „Gott sieht uns nicht mit moralischen Augen, Jesus ist Christ, nicht Polizist.“ Der Evangelischen Kirche als „global player“ riet Beuscher zu weniger halbgaren Floskeln, sondern zu konkreten und klaren Positionierungen, was „Evangelisch-sein“ ausmache.

Nach diesem anspornenden Input verteilten sich die Delegierten auf Arbeitsgruppen mit den Schwerpunkten Spiritualität, Mission, Inklusion, Kirche in der Gesellschaft und als Institution, in denen Anforderungen an eine zukünftige Kirche diskutiert und formuliert wurden. Als wichtigste Ergebnisse stellten sich der Wunsch nach transparenten Kommunikationsstrukturen, einer offenen Diskussionskultur und eindeutig evangelischen Positionen in Gesellschaft und Politik heraus, die in einer Kundgebung „welche Kirche wollen wir?“ zusammen gefasst wurden.
Die Delegiertenkonferenz veröffentlicht diese als Impuls und ruft dazu auf, sich in den Gemeinden, Kirchenkreisen, Werken und Jugendverbänden mit dem Text auseinander zu setzen. „Mit unserer Kundgebung gehen wir nun zurück in unsere entsendenden Gremien, Werke und Verbände und wollen zum Diskutieren und Weiter- und vielleicht auch Andersdenken anregen. Ich freue mich auf Anregungen und Rückmeldungen“ fasst Miriam Lohrengel die Ergebnisse der Konferenz zusammen.

Weiterhin beschloss die Delegiertenkonferenz, eine Projektgruppe „Reformationsjubiläum 2017“ einzurichten. Sie soll dem Beschluss der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend in Deutschland entsprechend Ideen und Aktionen entwickeln, wie sich die evangelische Jugend im Rheinland an der Feier zum Reformationsjubiläum beteiligen kann und will.

Die Delegiertenkonferenz ist das Entscheidungsgremium der Evangelischen Jugend im Rheinland und tagt zweimal im Jahr. Die Herbstkonferenz 2014 findet vom 27.-28.September 2014 in der Landjugendakademie in Altenkirchen statt.

 

17.11.2015

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