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Bildung

Nationaler Bildungsbericht

Ganz Deutschland ist gebildeter geworden, nur einige nicht. Das stellt der gerade erschienene „Nationale Bildungsbericht 2012 – Bildung in Deutschland“ fest. Lesenswert sind einige Passagen auch für den eiligen Leser.

Erarbeitet wurde der Bericht http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/114/1711465.pdf  von einem Konsortium aus renommierten Forschungsinstitutionen und Wissenschaftlern; spezieller Schwerpunkt war zwar die „kulturelle Bildung im Lebenslauf“, für außerschulische Jugendarbeit sind aber vor allem andere interessante Fakten enthalten. So enthält das Vorwort auf S. XXI eine grafische Übersicht über alle Bildungsorte und Lernwelten in Deutschland im drei – Säulen-Modell formal, non-formal und informell, wobei die letzte Säule außer den Kindertagesstätten leer ist, die non-formale nur Ganztagsschule und Hort enthält. So weiß man doch gleich, wo man hingehört.

Ab S. 5ff kann man die wichtigsten Ergebnisse im Überblick lesen – z.B. dass trotz der G-8-Hetzjagd und anderen Beschleunigern das Durchschnittsalter für den „Einstieg in eine vollqualifizierende Ausbildung“ mit 19,5 Jahren recht hoch liegt. Überhaupt gibt es interessante klare Daten und Zahlen: Z.B. dass derzeit 17,5% der 30-35-Jährigen keinen Schul- und Ausbildungsabschluss haben oder dass der Anteil junger Menschen mit Migrationsanteil bei den 24-Jährigen 23% beträgt, bei den unter 1-Jährigen bereits 35% (S. 9 ff). Sehr brauchbar sind die Grundinformationen zur Bildung in Deutschland, z.B. Entwicklung der Anzahl von Schulen /Schularten und der jeweiligen „Bildungsteilnahme“ in ihnen (S. 29 ff). So kann man sich über die Verteilung von Bildungsabschlüssen auf Altersgruppen und Geschlecht detailliert informieren (S.43) oder über die Verteilung der Jugendlichen in der Sek. I auf unterschiedliche Schularten in den einzelnen Bundesländern (S.69, nicht ganz uninteressant zum Vergleich der bei einem selbst verkehrenden Jugendlichen).

Ebenso aufhorchen sollte man aus Sicht der außerschulischen Jugendarbeit bei der Information, dass zum festgestellten hohen durchschnittlichen Zeitaufwand für Schule noch 40% „außerunterrichtliche Lernzeit“ bei den 15-Jährigen dazu kommen (S. 74 ff). Ab S. 86 ff geht es dann um Aktivitäten an außerschulischen Lernorten, speziell auch um Engagement. Die Zahl, dass rund 30% der 13-22-Jährigen aktiv ehrenamtlich engagiert sind, davon 9% in kirchlichen/religiösen Gruppen (kommen direkt nach den ganz vorne stehenden Sportvereinen!) bestätigt andere Aussagen dazu. Ganz wichtig ist die Information, dass bereits 7% jedes Altersjahrgangs an einem Freiwilligendienst teilnehmen: Sie sollte uns daran erinnern, dass dieser „Bildungsort“ für Jugendliche nicht zu unterschätzen (und anderen zu überlassen) ist.

Ab S. 158 wird das Schwerpunkt-Thema behandelt. Allgemein interessant wird es wieder ab S. 206, wo Zusammenhänge Bildung - Gesundheit - Lebenszufriedenheit usw. hergestellt werden. Und nicht zuletzt zum Sammeln als Nachschlagwerk für alle Zahlenfreunde spannend: der Tabellenteil ab S. 216.

Spu, Nov. 12

 

05.12.2012

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