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Gute Nachricht für Schulabgänger?

„Beschäftigungsfähigkeit“ durch Jugendarbeit…

Eine aktuelle Studie des Europäischen Jugendforums bescheinigt, dass Engagement in Jugendorganisationen "die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen" fördert. Ist das nun eine gute Nachricht?

Der Axolotl: Er hat sogar Milliarden Jahre im verborgenen Kompetenzen gesammelt.... Der Axolotl: Er hat sogar Milliarden Jahre im verborgenen Kompetenzen gesammelt....

„Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit zu Teamwork, Entscheidungsfreude, Organisationsfähigkeit und Selbstvertrauen: Das sind fünf der von Arbeitgebern begehrtesten Soft Skills," heißt es (http://www.jugendpolitikineuropa.de/beitrag/ausser-rechnen-alles-gut-nicht-formale-bildung-in-jugendorganisationen-foerdert-die-beschaeftigungsfaehigkeit.9233/  ) – und diese Kompetenzen liefern wir angeblich.

Das stimmt ohne Zweifel – aber so war es nicht gemeint. Schon immer hatte außerschulische Jugendarbeit, ob im Jugendverband oder sonst wie organisiert, den Anspruch, einen eigenständigen Sozialisationsbeitrag zu leisten. In den letzten Jahren wurde daraus modisch aktuell ein Bildungsbeitrag. Daran ist nichts zu rütteln. Nun legt die Studie nahe, über Zertifikate, Aufklärung von Arbeitgebern und Beratung von Jugendlichen, ihre Erfahrungen bei Bewerbungen besser zu präsentieren, die „Beschäftigungsfähigkeit“ zu fördern: „Vor allem solche Jugendliche könnten von der Präsentation ihrer nicht formalen Erfahrungen profitieren, die ansonsten keinerlei (Berufs-)Erfahrungen aufweisen können.“ Prima Sache: Die 50% der jungen Spanier, die derzeit arbeitslos sind, oder die betroffenen griechischen, italienischen, portugiesischen Jugendlichen, auch die in Deutschland, müssten nur schleunigst in den Jugendverband und dies dann angemessen bei Bewerbungen zu verkaufen lernen – und schon hätten wir das leidige Problem der Jugendarbeitslosigkeit gelöst…

Das Unwort „Verzweckung“ lauert da nicht versteckt, sondern so offen, dass es schon peinlich ist. Es lässt sich aber noch toppen. Warum nicht gleich jedem Säugling sagen, dass alles, was er ab sofort machen wird, letztlich seiner Beschäftigungsfähigkeit dient und er sich nur ordentlich zertifizieren lassen soll?
Originalstudie siehe:

http://www.jugendpolitikineuropa.de/downloads/4-20-3299/ReportNFE_PRINT.pdf

 

19.11.2012

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