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Reformationsfest 2012

Deine Stimme! – Musik in Gottes Ohr…

Churchnight 2012! Reformation von jungen Menschen gefeiert. Das Reformationsfest mit bunten, nachdenklichen Inhalten gefüllt, das hört und sieht die Mutter Kirche gerne.

Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer

„Deine Stimme! - Musik in Gottes Ohr“ so lautet das diesjährige Motto. Da ist es naheliegend, dass sich vieles um Musik und Lieder dreht. Doch wer das Motto genau liest, kann die Betonung nicht überhören: „Deine Stimme!“ Deine Stimme, junge Generation ist gefragt! Deine Stimme interessiert, Deine Meinung, Deine Einschätzung, Deine Visionen und Deine kritischen Ratschläge wollen gehört werden! Deine Stimme ist „Musik in Gottes Ohr“! Und auch Musik in Mutter Kirchens Ohr?

Wenn Du, Jugend, erst mal Deine Stimme erhebst, wenn Du anfängst mitzusingen in dem Chor der Vielen unserer Kirche: Fragt sich Mutter Kirche dann vielleicht so ängstlich wie besorgte Eltern, die zur Taufe ihres Kindes das Lied „ Kind du bist uns anvertraut“( EG 596) singen lassen, in dem es heißt: „Wessen Lieder wirst Du singen?“

Wirst Du, Jugend, Deine eigenen Lieder singen?

„Deine Stimme ist wichtig“, wird Jugendlichen glaubhaft versichert. Lieder sollt und dürft ihr singen, aber welche? Will Kirche wirklich immer die Stimme der Jugend hören?

Ja, ohne Frage gerne, wenn sie in Jugendkellern und O.T. s , als die Stimme Ehrenamtlicher in Kindergruppen, Kindergottesdienst oder Konfirmandenarbeit ertönt, selten aber in Leitungsgremien. Da werden andere Prioritäten gesetzt. In den Entscheidungsgremien verstummen die Stimmen der jungen Leute immer mehr. Warum?

Weil sie andere Lieder singen?

Weil sie nicht in die Choräle reiner Traditionen einstimmen, sondern – ohne alle Traditionen über den Haufen schmeißen zu wollen - manche doch kritisch hinterfragen?

Weil Jugendliche das Kreuz als Vorzeichen ihres Lebens manchmal an anderen Stellen positionieren, als es in der Gesellschaft etablierte Erwachsene machen? (Oder weil sie es offener machen als Erwachsene?).

Weil man ihre Klagelieder, die einen sehr authentischen Einblick in die Probleme der Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinden geben, nicht hören mag?

Weil die Lieder über die Herausforderungen, vor die Kinder und Jugendliche heute gestellt sind, auch mal schräg und schrill sein können und in den Ohren wehtun?

Weil es auch mal Lieder mit Disharmonien sein können?

Wer sich aber darauf einlässt, wer der Jugend ernsthaft sagt: „Deine Stimme! – Musik in Gottes Ohr“ und „Deine Stimme, Jugend, wird von uns nicht einfach überhört, ist uns kostbar und wertvoll“, der wird auch die anderen Lieder zu hören bekommen:

Die Melodien , die in die Zukunft weisen, weil nur Jugend sie so glaubhaft singen kann.

Lieder, die die „tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit“ ( EG 263) weckt und herzlich belebt!

Hoffnungslieder, in denen Jugendliche in ihrem O-Ton von dem berichten können, was ihnen lieb und heilig ist, an ihrer ehrenamtlichen Arbeit, in ihrer Kirche, in ihrem Glauben.

Ihre eigenen Lieder, die nur sie so glaubhaft singen können und die eine Zuversicht ausstrahlen, die manch einer Gemeinde, einem Kirchenkreis und einer Landeskirche mehr als gut täte!

Deine Stimme! – heißt Beteiligung! Ist das der Aufruf der Reformation 2012 an die Jugend? Wenn die Stimme der Jugend Musik in Gottes Ohr ist, im Himmel gehört wird, wieviel mehr müsste uns dann daran gelegen sein, sie auch auf Erden deutlicher zu hören!

Die Evangelische Jugend im Rheinland freut sich gewiss über jede Umsetzung dazu!

Simone Enthöfer , Landesjugendpfarrerin der EKiR

 

31.10.2012

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