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Evangelische Jugend im Rheinland

Zu Besuch bei Freundinnen und Freunden - Abenteuer internationale Begegnung

Zu diesem Schwerpunktthema tagte die Herbstkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland am 29. und 30. September in der Landjugendakademie in Altenkirchen.

Global vernetzt - Jugendarbeit international Global vernetzt - Jugendarbeit international

Von Ungarn über Ruanda bis nach Indonesien

Internationale Begegnungen haben eine lange Tradition in der Evangelischen Jugend: Eine Karte mit den geförderten Maßnahmen der letzten zwei Jahre zeigt bunte Fäden über den gesamten Globus. So lebten zum Beispiel Jugendliche aus dem Kirchenkreis Wied vier Wochen lang mit Jugendlichen aus West- Papua auf engstem Raum, lernten eine völlig andere Kultur kennen und erlebten echte Abenteuer. Jugendliche aus Kleve endeckten die Liebe zu Indonesien bei einer Begegnung mit dem Partnerkirchenkreis Silindung in Nord-Sumatra. Der Kirchenkreis Braunsfeld pflegt eine langjährige Partnerschaft zu Botswana in Afrika. Studienfahrten zur Erinnerungsarbeit nach Auschwitz gibt es viele. Im März dieses Jahres war die Evangelische Jugend Saar dort, sie führte Gespräche mit Zeitzeugen.

Die rund 80 Delegierten der Konferenz sollten mit konkreten Praxisbeispielen zur internationalen Arbeit ermutigt werden. In neun Praxiseinheiten fand ein intensiver Erfahrungsaustausch mit den Machern von internationalen Begegnungen statt, die ihre einzelnen Projekte vorstellten und den Jüngeren Anregungen und Tipps mit auf den Weg gaben. Da ging es beispielsweise um die besondere Situation in Israel/ Palästina, um Tandems und Tri-Landbegegnungen und natürlich um die Finanzierung solcher Reisen. Um Fragen zu letzterem zu beantworten, war eigens Gaby Jahn von der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend aus Hannover angereist.

„Mehr als nur raus von zuhaus“

Diesen Spruch brachte die Soziologin Judith Dubiski aus ihrer eigenen Jugend mit – und die Erfahrung, dass Begegnungen mit anderen Kulturen neben neuen Erfahrungen ganz viel Spaß macht. Wissenschaftlich-pädagogisch gesehen definiert sie Begegnungsreisen als „Maßnahmen, die sich durch die Begegnung von Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern kennzeichnen und bi- und transnationale interkulturelle Lernprozesse auf sozialer, kognitiver, emotionaler, gesellschaftlich-politischer Ebene ermöglichen“. Judith Dubiski forscht im Schwerpunkt „Nonformale Bildung“ in den Bereichen Kinder- und Jugendreisen, internationale Jugendarbeit und deren Evaluation an der Fachhochschule Köln. Auf der Delegiertenkonferenz referierte sie über die Bildungspotentiale und Formen internationaler Begegnung. Politisch gesehen fallen Begegnungsreisen in die Außen- und Integrationspolitik, wissenschaftlich interessieren sich neben der Pädagogik Psychologie und Ethnologie für die Auswirkungen.

Von der Völkerverständigung zum interkulturellen Lernen

So ausdifferenziert wie heute gibt es internationale Jugendbegegnungen seit rund 60 Jahren. Nach dem zweiten Weltkrieg dienten sie der Völkerverständigung und Wiedergutmachung. Mit Hilfe von Staatsverträgen entstanden das deutsch-französische und das deutsch- polnische Jugendwerk. Neben den politischen Zielsetzungen wurden zunehmend die Jugendlichen selbst bei der pädagogischen Konzeption mit eingebunden. In den letzten 15 Jahren kommt die europapolitische Dimension hinzu: die Identifikation als Europäer bzw. Weltbürger. Auch wird Internationale Begegnung vermehrt als Vehikel eingesetzt, um Jugendliche fit zu machen für den Arbeitsmarkt. Das birgt die Gefahr, dass internationale Jugendarbeit ihren besonderen Charakter und pädagogischen Anspruch verliert, so Judith Dubiski.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Internationale Jugendarbeit ist ein Inszenierungsinstrument und bietet vielfältige Bildungsgelegenheiten: sich mit der eigenen kulturellen Geschichte auseinandersetzen, mit zwei Sprachen umgehen oder eigene Erlebnisse erzählen. Sie hat Auswirkungen auf die eigene Biografie, Effekte auf die Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung. Sie fördert die Selbstsicherheit, das Vertrauen in eigene Fähigkeiten, die soziale und interkulturelle Kompetenz und Toleranz. Das belegen etliche Studien aus der Jugendforschung. „Diese Begegnung wird in meinem Herzen eingraviert sein“ zitiert Judith Debski einen 15-jährigen französischen Teilnehmer an einer deutsch-französischen Begegnung.

Seit sieben Jahren gibt es ein Evaluierungselement zur Auswertung von internationaler Jugendarbeit. Unter www.ejb.eu kann man sowohl die Ergebnisse einsehen als auch eigene Erfahrungen eingeben.

Weitere Informationen unter www.nonformalebildung.de und www.freizeitenevaluation.de

Barbara Rudolph im Gespräch mit Manuela Postl Barbara Rudolph im Gespräch mit Manuela Postl

Flohwalzer der Ökumene

Den Gottesdienst am Sonntag gestalteten Mitarbeiter des Kirschkamperhofes aus Krefeld gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus Essen, die Predigt hielt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph. Sie ist Mitglied der Kirchenleitung, leitet die Abteilung III, Ökumene, und war von der Delegiertenkonferenz eingeladen worden.
In ihrer Predigt berief sie sich auf den Ökumene-Klassiker aus dem Johannes-Evangelium „Vater ich bitte dich, dass alle eins seien, auf dass die Welt glaube“. Diese Bibelstelle bezeichnete sie als „Flohwalzer der Ökumene- einmal gelernt, vergisst man`s nicht mehr“. Ihre erste Begegnung mit der Ökumene hatte die in den 80er Jahren mit der United Church of Christ, UCC, in Amerika. Dort begegnete ihr mit dem Spruch der UCC „ that they may all be one“ die Sehnsucht nach einem unkomplizierten Glauben. Jeder kann Ökumene, davon ist Barbara Rudolph überzeugt. Und Ökumene umfasse die ganze bewohnte Welt.
Im Gespräch Manuela Postl aus dem Vorstand der EJiR betonte sie, dass Ökumene nicht allein mit tradierten Werten funktioniere, sondern mit einer Haltung des Lernenden, Neugierigen anstatt der des Lehrenden. „Überall in der Kirche muss Jugend und Ökumene dabei sein“. Sie selbst ist offen dafür, von anderen zu lernen. Den „Tag der Schöpfung“ zu feiern hat sie zum Beispiel von orthodoxen Christen übernommen. Sie plädiert für eine enge Zusammenarbeit mit den Katholiken, auch im Bereich von ökumenischen Jugendbegegnungen. Erfahrungen der Jugendarbeit aus interkulturellen Begegnungen sollten auch in Ausschüsse der Landeskirche einfließen, „ es muss eine Mischung von allen geben, dann entsteht was Neues“. Barbara Rudolph hält viel von gemischten Delegationen in kirchlichen Ausschüssen, um dem Effekt eines „closed shop“ vorzubeugen. „Dazu ist die Evangelische Jugendarbeit bereit,“ sagte Uli Suppus vom Ausschuss für interkulturelle und ökumenische Jugendarbeit der Evangelischen Jugend im Rheinland, der zum Vorbereitungsteam der Herbst-Konferenz gehörte. Auch wenn vieles in der Evangelischen Kirche nicht einfach ist und die Mittel knapper werden „muss die ökumenische Weite gewahrt werden, sonst werden wir provinziell“, betonte Oberkirchenrätin Barbara Rudolph.
Der Beschluss der Delegiertenkonferenz, sich mit dem Thema internationale Jugendarbeit zu beschäftigen, entstand aus dem Wunsch, junge Kolleginnen und Kollegen für die internationale Arbeit zu begeistern. Das scheint gelungen zu sein, so Uli Suppus „ an diesem Tag ist deutlich geworden, dass die Beispiele zur internationalen und ökumenischen Jugendarbeit Mut zum Engagement und zur Aktivierung von jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen.“
Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer freut sich, dass Evangelische Jugend im Bereich Internationale Begegnung schon sehr lange unterwegs ist und bedankt sich für das Engagement von Ehren- und Hauptamtlichen. Viele Berichte auf der Delegiertenkonferenz hätten gezeigt, wie nachhaltig solche Begegnungen Jugendliche prägen. „Mir wurde heute die Lust vieler Leute bewusst, internationale Begegnungen auch in ihrem Kirchenkreis zu implementieren. Da hoffe ich, dass sie viel Unterstützung bekommen“, resümiert die Landesjugendpfarrerin.

 
Coca-Cola-Boykott

Die Delegiertenkonferenz schloss sich mehrstimmig dem Dringlichkeitsantrag des Kirchenkreises Oberhausen zum Verzicht auf Produkte des Coca-Cola-Konzerns an. Damit verpflichtet sie sich, auf allen Veranstaltungen der Evangelischen Jugend keine Produkte des Coca-Cola-Konzerns mehr anzubieten.

 

Jugendcamp 2014

Das Motto steht inzwischen fest: 53721- deins! 53721 ist die Postleitzahl von Siegburg. Das bedeutet: Das Camp und die Stadt ist euer! Vier Tage lang gehört die Stadt Siegburg der Evangelischen Jugend im Rheinland. Ruth Klevinghaus ruft alle Delegierten auf, das Camp mitzugestalten. Die Unterstützung der Stadt Siegburg ist immens- nahezu alle Räume und Gebäude können kostenfrei genutzt werden. Am 21.November findet in Siegburg eine Stadtbegehung statt, zu der alle Interessierten eingeladen sind.

 
Delegiertenkonferenz im März 2013

 
Die Frühjahrskonferenz 2013 der Evangelischen Jugend im Rheinland findet am 9. Und 10.März  in Altenkirchen statt. Dort wird auch ein neuer Vorstand gewählt . Für die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten wurde ein Nominierungsausschuss gewählt. Ihm gehören an: Iris Schumann, Ev. Jugend Essen, , Veronika Kuffner, Kirchenkreis Leverkusen, Werner Völker, Jugendpfarramt Köln, Fabian Böhme, Kirchenkreises Köln-Süd, alle hauptamtlich und Christina Spatz, Ehrenamtliche aus dem Kirchenkreis Essen.
Neben den Vorstands-Wahlen wird sich die Frühjahrs-Konferenz 2013 mit den Ergebnissen der „Zeitansagen“ von der Konferenz im März 2012 beschäftigen.

JH/ 1.10.12

 

01.10.2012

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