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Evangelische Jugend Wied

Tandemtour 2012- eine Reise mit vielen Höhepunkten

Von Dresden bis Magdeburg und weiter bis Berlin ging es auf der inklusiven Tandemtour der Ev. Jugend Wied. Erika Zipf-Bender, unsere Referentin für inklusive Jugendarbeitim im Büro Neuwied leitete die Freizeit und hat diesen Reisebericht mitgebracht.

Das "Tandem-Team Inklusiv" inklusive des Begleitschutzes durch die Polizei Das "Tandem-Team Inklusiv" inklusive des Begleitschutzes durch die Polizei

560 km in sieben Etappen

Zwei Wochen waren die 18 Teilnehmenden mit ihren neun Tandems unterwegs. Die Anreise nach Dresden erfolgte mit dem Zug. Von dort aus ging es dann mit Tandems weiter.

Schon bei der ersten Tagestour von Dresden ins Elbsandsteingebirge gab es für alle neben einer wunderschönen Fahrt durch die Elbaue bei der Ankunft in Rathen ein tolles Erlebnis. Nachdem uns der Fährmeister in Rathen kostenlos mit seiner motorlosen Fähre übersetzte, wurden die Jugendlichen nach ihrem Aufstieg auf die Bastei mit einem herrlichen Rundblick belohnt.

Die in Dresden eigens für uns organisierte Besichtigung der Frauenkirche im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst war ein ebenso beeindruckendes Erlebnis. Durften doch die blinden Teilnehmer bis in den Altarraum aufsteigen um durch Fühlen die Verbindung der alten Steine mit neuem Material zu erkennen. Der engagierte Kirchenmann konnte viele Geschichten zum Wiederaufbau der Kirche erzählen.

Auch bei der Weiterfahrt entlang der Elbe waren die Radler oftmals überrascht. Da gab es u.a. „Treppenstufen“ auf dem Radweg, viele junge Störche in großen Nestern, freundliche Menschen, in deren Pensionen wir übernachteten, die dann mal grade für uns den Grill anwarfen.

Luthers Thesen und Begleitschutz bis Berlin

In Torgau und Wittenberg, ebenfalls Stationen während unserer Reise, erfuhren wir viel über Katharina von Bora und Luthers Wirken. Lutherhaus und Thesentür waren natürlich „Pflichtprogramm“, aber auch die restaurierten Cranach-Höfe und natürlich das Stadtrelief ermöglichte den blinden Teilnehmenden einen intensiven Eindruck.

Magdeburg überzeugte mit Hundertwasserhaus und Dom und vor Dessau musste die Gruppe natürlich die Fahrt durch das Wörlitzer Gartenreich genießen. Das als Weltkulturerbe anerkannte Gelände bot faszinierende Einblicke.

Hoch im Nordosten, kurz vor Genthin wurde das vorletzte Quartier angefahren. In „Hünneckes Hof“ wurden wir herzlich aufgenommen, feuerten wieder einmal den Grill an und spürten noch ein wenig von der DDR-Vergangenheit: unregelmäßig gepflasterte Straßen, die fürs Radfahren ziemlich ungeeignet sind, kleine Häuser am Rande der Elbaue und die Verträumtheit einer Region, die noch im Wartezustand ist. Mit Polizeibegleitung wurde dann die letzte Strecke nach Berlin angetreten. Da hier nur eine Bundesstraße ohne Radweg als Wegstrecke zur Verfügung steht, baten wir die Polizei in Burg um „Begleitschutz“, der uns auch direkt gewährt wurde.

So gelangte die Gruppe sicher nach Berlin, in die Jugendherberge direkt am Wannsee. Das Wetter spielte mit, so gab es erst mal einen Erholungstag am Strandbad, nach der 100 km Strecke vom Vortag ein wirkliches Vergnügen.

Der letzte Tag endete dann mit einem weiteren Höhepunkt, der Führung im Reichstagsgebäude, direkt im Plenarsaal, da wo sonst Politik gemacht wird, durften wir uns umschauen. Auch hier konnten sich die Jugendlichen mit Sehbehinderung zunächst an einem Tastmodell einen Überblick über das Gebäude verschaffen, bevor die gut moderierte Führung uns in viele Ecken des Gebäudes leitete.

Zum Schluss: Kamera an!

Den Abschluss des Programmteils bildete dann der Besuch im ZDF-Hauptstadtstudio, wo jeder sich mal hinter die Kamera stellen durfte. Zwischen Monitoren und Kabelsträngen oder im Regieraum vor einer scheinbar unendlichen Zahl von Schiebereglern bekamen wir einen Eindruck davon wie „Fernseh- machen“ geht!

So blieben für die teilnehmenden Jugendlichen viele intensive Eindrücke dieser Radtour zurück.

Zwei Wochen gemeinsam auf dem Tandem , zwischen Windböen, Regenschauern und mit viel Sonnenschein, ließ die Gruppe, zu der wiederum sechs junge Menschen mit Beeinträchtigungen gehörten, zu einer guten Gemeinschaft werden.

Der besondere Dank geht an die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dieses Projekt begleitet haben, die sich um kleinere und größere Pannen unterwegs gekümmert haben, die mal einen Reifen geflickt, einen Sattel neu eingestellt haben, oder die blinden Mitfahrer beim täglichen Picknick gut versorgt haben. Ohne sie ist eine solche Tour nicht planbar!

 

Erika Zipf-Bender / August 2012

 

23.08.2012

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