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DK der EJiR Herbst 2000

Beschluss der Evangelischen Jugend im Rheinland von 2000

Zu einer lebendigen, zukunftsfähigen Kirche gehört wesenhaft der Dienst an Kindern und Jugendlichen

Grundsätze zur Professionalisierung und Qualitätssicherung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der EKiR

Zu einer lebendigen, zukunftsfähigen Kirche gehört wesenhaft der Dienst an Kindern und Jugendlichen.
Kirche eröffnet ihnen Räume, die ihnen die Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten sowie die Erprobung von Verantwortungsübernahme und Partizipation ermöglichen. Kinder und Jugendliche sind einbezogen in eine immer wieder zeitgemäß zu gestaltende Gemeindekultur.

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind Hauptberufliche in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, Werken, Verbänden, Stadtkirchenverbänden und Einrichtungen der EKiR tätig.
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen ständigen Veränderungen ausgesetzt.

Zunehmende Individualisierung, Perspektivlosigkeit und die Auflösung traditioneller Milieus sowie die notwendige Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher erfordern den Einsatz von Fachkräften mit sozialpädagogischer, sozialarbeiterischer, diakonischer oder gemeindepädagogischer Kompetenz, theologischen, kulturpädagogischen sowie anderen Zusatzqualifikationen und Managementfähigkeiten.

Zu ihren Aufgaben gehört vor allem die Förderung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch qualifizierende Fortbildung und Begleitung.

Die Komplexität dieses kirchlichen Arbeitsfeldes und die notwendige Kooperation mit anderen, auch nichtkirchlichen Arbeitsbereichen erfordern klare Strukturen, Konzeptionen und Qualifikationen.

Unverzichtbar ist deshalb:

  • Eine dem oben beschriebenen Arbeitsfeld gerecht werdende pädagogische Qualifikation (siehe Beschluss 184 der Landessynode 1998 zum Ausbildungsprofil)
  • eine kircheninterne Einarbeitung in das entsprechende Arbeitsgebiet (FEB)
  • eine arbeitsfeldbezogene, Berufsgruppen übergreifende Fortbildung und Begleitung
  • die Gewährleistung von berufsfeldbezogener Beratung und Supervision
  • die Einrichtung einer landeskirchlichen Stelle, die den gesamten Personalbedarf der Kirche von morgen ermittelt und entsprechende vorausschauende Personal- und Qualifizierungsplanung vornimmt. Dabei ist ein gesamtkirchlicher Blickwinkel notwendig. Für Hauptberufliche ist eine entsprechende Aus-, Fort- und Weiterbildungsplanung als Instrument der Organisationsentwicklung, Innovation und Qualifizierung zu gewährleisten.
  • die Durchlässigkeit des Gemeinde- Kirchenkreis- und Diakonie-Arbeitsmarktes. Der Erhalt erworbener Rechte bei Wechsel des Anstellungsträgers (wie Beschäftigungszeit, Besitzstand, Gehalt, Rentenansprüche, Kündigungsschutz). Entsprechende Vereinbarungen sind anzustreben.
  • die Transparenz des kirchlichen Arbeitsmarktes über eine jederzeit abfragbare zentrale Kartei offener Stellen im gesamten Gebiet der EKU bzw. des Diakonischen Werkes der EKiR und anderer kirchlicher Einrichtungen
  • ein zwischen Arbeitgeber und Hauptberuflichen im Hinblick auf die gesamtkirchliche Perspektive abgestimmtes individuelles Weiterbildungskonzept. Dieses muss Um- und Aufstiegsmöglichkeiten enthalten, sich an Berufslaufbahnbeschreibungen orientieren und vielfältige außenstehende Kompetenz anderer Bildungseinrichtungen berücksichtigen.
  • dass die fachfremde Besetzung von Stellen, z.B. durch Theologen/innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen überdacht und künftig vermieden wird. Bei Leitungsstellen sollte das Prinzip der Fach- und Sachkompetenz auch in der Kirche durchgängig gelten.
  • ein einheitliches Dienstrecht für alle in der Kirche Tätigen als Basis für echte Partnerschaft in der angestrebten Dienstgemeinschaft. Der Beschluss 102 der Landessynode 1992 und die daraus erforderlichen Schlussfolgerungen sind umzusetzen.
  • die Wahrnehmung der Fachaufsicht über die Hauptberuflichen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen durch pädagogische Fachkräfte (z.B. synodale Jugendreferenten/innen)
  • eine klare Beschreibung des Arbeitsfeldes als Teil der Konzeption von Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (bzw. der Kinder- und Jugendeinrichtungen), die in die jeweilige Gemeindekonzeption integriert ist und sich bereits bei Stellenausschreibungen/- besetzungen in klaren Qualifikationserwartungen niederschlägt
  • dass kreiskirchliche Jugendreferate oder solche in Stadtkirchenverbänden in Zusammenarbeit mit landeskirchlichen Bildungseinrichtungen die Praxisanleitung und arbeitsfeldbezogene Fortbildung von Hauptberuflichen in den ersten Berufsjahren begleiten
  • die Gewährleistung der Teilnahme an übergemeindlichen Arbeitsgemeinschaften zur Koordination der Arbeit (z.B. Hauptamtlichen-Konvent) und die Mitarbeit in weiteren, auch landeskirchlichen Gremien im Interesse der Kooperation aller Ebenen

 

10.01.2006

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